November 17, 2008

Rassistische Berichterstattung im ORF

Filed under: Uncategorized — admin @ 1:37 pm

Hin und wieder ist es wohl nicht schlecht, sich zur Information über aktuelles Tagesgeschehen an ausländische Medien zu wenden. Immerhin sind heimische Medienmacher nicht gerade drauf aus, Skandale innerhalb der eigenen Berichterstattung einzugestehen, geschweige denn zu diskutieren. Keiner österreichischen Tagespresse - dafür jedoch dem deutschen Qualitätsmagazin “Spiegel” ist zu entnehmen, welchen Wahnsinn sich der ORF in der US-Wahlnacht geleistet hat - folgenlos, bar jeder öffentlichen Entrüstung. Da äußerte der bereits pensionierte ehemalige US-Korrespondet Klaus Emmerich unter anderem folgende Sätze über Barack Obamas Kandidatur.

“Ich möchte mich nicht von einem Schwarzen in der westlichen Welt dirigieren lassen. Wenn sie sagen, des ist eine rassistische Bemerkung: richtig, ist gar keine Frage.”

“Das ist ungefähr so, wie wenn der nächste Bundeskanzler ein Türke wäre in Österreich. Das schau ich mir an.”

Auch wenn sich der ORF im Anschluss von diesen und anderen Äußerungen distanziert hat, so bleibt zu hinterfragen, warum diese Art der öffentlich-rechtlichen “Berichterstattung” keinen öffentlichen Aufruhr, kein Entsetzen und keine Beschwerden an den ORF mit sich gezogen hat. Ist rassistische Meinungsmache so “normal” in Österreich, dass kein Grund zur Aufregung besteht?

ganzer Spiegel-Artikel

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