November 4, 2008
October 15, 2008
PPts & Assignments!
Out now in your download zone on the right —————————->
Ab sofort in Ihrer Downloadzentrale rechts ——————————->
October 14, 2008
Socialization & Opinion
Where do we have our opinions from? How do prejudices emerge? A nice example how socialization works:
October 10, 2008
What does ‘politics’ mean?
Obviously, the term politics (Politik) is one of the terms that has been defined in various ways. Nevertheless, we seem to have a ’solid’ or ‘natural’ understanding of what politics means. We know that it’s something to do with governments, election campaigns and handshakes.
As far as I’m concerned, these associations don’t kick ass. Politics should be less about them - those people who we think are concerned with politics - and take a look at the original meaning of the word:
Politics is the process by which groups of people make decisions.
( wikipedia)
These groups of people are we ourselves. We make decisions every day. We decide what to read, what to buy, what to believe, what to worship. We also decide what not to read, to buy, to believe and to worship. Decisions are acts of agency and power. Through our decisions, we are exerting power, influencing and partly determining decisions of others (i.e. on the markets, in everyday communication).
If we define politics as our and everybody’s capacity to exert influence by decision, politics is a concept applying to both ‘official’ (governmental, institutionalized) processes of decision making as well as to our everyday interactions. From this understanding, politics is a holistic, all-encompassign concept. Our awareness of the political as the all-encompassign might keep us sensitive to the social inequalities of everyday life. Racial and sexual discrimination and its hegemonic support, for instance, might be better revealed and fought against by the simple knowledge about the (unequal) power-structures at play.
In a world where we associate nothing more with politics than governments, election campaigns and handshakes, however, the meaning of politics has become an abstract matter, a matter widely detached and estranged from our everyday lives, from our identities, and self-consciousness as democratic decisionmakers. Undetached of what’s going on in our nation state, we resign, we lay our responsibilities in ‘their’ hands. We assume our total and absolute powerlessness and whilst contemplating over ‘their’ bad decision, we care about anything that’s as far away from politics as possible. We live our lives. We decide what we read, what we buy, what to believe, what we worship. Absolutely unpolitically…
The politics of cultural studies
http://de.wikipedia.org/wiki/Politik
http://kulturkritik.net/lex/kompendium/fs_kompend.php?rub=politik
October 8, 2008
Read/watch Storey!
For those interested in listening to one of the most influential theorists in CS, here are the dates:
Introduction to Cultural and Regional Studies - Cultural Theory and Popular Culture
lectured by John Storey
Erstmals am: MI, ab 8.10.2008 Mi 14:00-16:00 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum
Program:
1. Industrialization, Urbanization
NEXT WEEK:
2. Classical Marxism and the Invention of the English Christmas
3. Freudian Psychoanalysis and Little Redcaoe
4. The Frankfurt School and the Political Economy of Culture
5. Culturalism
6. Sturcturalism and Semiology (France tradition)
7. Feminism and Cultural Analysis
8. Hegemony and Cultural Studies (Marxist tradition)
9. Post-structuralism 1 (Athusser)
10. Post-structuralism 2 (Foucault)
11. Post-structuralism 3 (Lacan)
12. Postmodernism and Consuming Identities
13. The Global Postmodern: the Culture of Globalization
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desweiteren gibt es zu verkünden, dass eure liebe kollegin bereits die texte für die erste übungsaufgabe eingescannt hat, und sie auf euren “privaten” seiten zu finden sind!
October 6, 2008
relaunch… enibolas goes uni wien
Hi guys,
for those of you taking part in a cultural studies tutorial, please find your group on the right under “pages”. As these sections are protected sites, you’ll be handed an access code in class.
May 13, 2008
Lyrik am Würschtelstand
Wer so wie ich in seiner Ausildungsanstalt dazu gezwungen wurde, klassische Gedichte aus Schillers und Göthes Feder aufzusagen, der sollte sich meinen derzeitigen youtube-favorite zu Gemüte führen. Grandios gebastelt, gekonnt rezitiert - Lukas Resetarits eben.
May 9, 2008
Leiden forever!
Früher oder später im Laufe eines Menschenlebens stellt sich wohl jeder die Frage: Warum gibt es soviele Leiden auf dieser Welt? Ist dies menschliche Veranlagung (für die Theisten unter uns: gottgegeben), Teil unserer Natur? Welche Funktion haben Leiden und wer hat sie erfunden? Faktum ist jedefalls, dass dem deutschen Wort ‚Leiden’ als Sammelbegriff für die Ängste, Traumata und Krankheiten der Menschen die negative Konnotation des Schrecklichen, des Gegenteils von ‚Heil’ anhängt.

Holland hat andere Sorgen. Leiden ist für Holländer das, was auf diesen Bildern zu sehen ist: Windmühlen, Grachten, Gemütlichkeit. Leiden ist mein aktueller Favorit unter den Städten Niederlands. Buckelige Brückenwegchen, Kirchen und Ateliers erinnern sehr an Haarlem oder den Amsterdamer Jordaan. Allerdings ist die Bevölkerung noch jünger und fröhlicher – man sieht es gleich: Eine Studentenstadt der Extraklasse. Nicht ganz so unauthentisch wie Disneyland, aber grade kitschig genug zum Wohlfühlen und Entspannen. Hier sind die rotbraungebrannten Bootsbesitzer nicht ganz so schnell und laut unterwegs wie in Amsterdam, die Grachten sind doch enger und gehen direkt in die saftig grüne Wiese über. Ich lasse mich in den gelben Löwenzahl plumpsen und will hier gar nicht mehr weg.
May 8, 2008
Grinzing, Grün und Graureiher
und das alles unmittelbar in meiner Nachbarschaft! An und für sich ist ja Osdorp weniger als Naturparadies oder Nobelgegend berühmt, sondern eher für seine auf Geröllwiesen entstehende Betonbunker, welche zur funktionalen Beherbergung der Migrationshintergrunds-Massen dienen. Dass sich 2 Bunkerfronten weiter jedoch das reinste Grinzing erschließt - so grün und liab architekturiert ist es da - hätte ich nicht im Traum geahnt. Um es zu glauben fahre man selbst den Sloterweg entlang und erlebe das einzigartige Gefühl, mitten in den wiener Heurigenslams gelandet zu sein. Buschen und Sauftouristen (glücklicherweise) exklusive. Nur Ruhe, Grün und Pflasterstein, sowie herzige Laternderln, die das heimelige Ambiente nachtens in goldenen Schimmer tauchen.
Weiter geht die wilde Fahrt. Der Amsterdamse Bos (Wald) ist eine gute Idee um eine Fährenfahrt mit einem original schrulligem Holländer-Pärchen zu erleben, oder sich gar in einem Segelboot selbst zu ertüchtigen.
Der See ist mindestens 500m lang - gerade die richtige Größe um größenwahnsinnige Kleinbootbesitzer zur Spinnaker-Besegelung aufzufordern. Falls man mit dieser Ausgeburt an Sportlichkeit nicht mithalten kann (die wenigsten Mitteleuropäer können das), so gibt es immer noch die Möglichkeit, andere beim Sporteln zu begutachten. So probiert am Ruderbecken, wo sich die holländischen Mädels von ihrem “Führer” zur Sau machen lassen (zu erkennen am Megaphon, dem wütig-entschlossenen Gesichtsausdruck und den Schlangenlinien, in denen er seinen Schützlingen hinterherradelt), während man sich genüsslich ins Gras legt (hoffentlich nicht beisst).
Nach diesem ganzen Trara kann man sich dann im Unterholz vom Anblick der Graureiher inspiriert in einen Zen-ähnlichen Bewusstseinszustand der völligen Harmonie gleiten lassen. Das rüstet einen spirituell für die Rückkehr in die Betonbunkersiedlung.
May 1, 2008
Koninginnedag 2008… dit is fuckin’ niet normaal!
more fotos on flickr !
Seit meiner Ankunft in den Niederlanden frage ich mich ernsthaft, was die wahre Funktion des hiesigen Königshauses sein könnte. Ist es das nostalgische Archivieren und Zelebrieren verstaubter Machtverhältnisse? Ein Ausdruck patriotischer Selbstbestätigung? Oder gar ein politischer Marketingschmäh zur nationalen Identitätsinszenierung im 21. Jahrhundert?
Viel schlimmer. Allein der Satz ‘lang leve de koningin!’ veranlasst Millionen von Holländern jeglichen Funken verbliebener Menschenwürde tagelang über Bord zu werfen. Zur Feier der honorigen Koningin Wilhelmina am 30. April werden 800 Jahre mühsam erkämpfter Zivilisation mit einem Mal die Grachten hinuntergespült. Zu Wasser und zu Land wälzen sich die in gnadenloses Orange gehüllten Gestalten durch die Stadt. Ohne Gnade, ohne Reue ergibt sich die Masse einem apathischen Verlangen nach barbarischen Spasmen und Urlauten, die sich durch die Überschwemmung mit gigantischen Alkoholmengen und das Werfen greller Federboas in unendliche Euphorisierung steigert.
Die ‘Geburtstagsfeier’ der Monarchin, zu der eine gesamte Nation ausrastet, gestaltet sich in einem 2-tägigen Dauerfeierrausch. Vorgeglüht wird in der ‘Koninginnenacht’, in welcher - jedenfalls in Amsterdam - schon eine Reihe von Freiluftbetäubungsmöglichkeiten, wie musikalische Bedröhnung, ‘Kermis’ und Fressbuden zur Verfügung gestellt werden.
Und am nächsten Tag gibt es dann kein Zurück mehr. Wer die Stadt nicht schon Tage zuvor geflohen hat, wird in einen erbarmungslosen Strudel der Feierwut gezogen.

In der Nacht zum 1. Mai ist die zierliche Stadt schlussendlich zur überdimensionalen Müllhalde geworden. Die letzten Reste verseuchter Menschlichkeit finden sich zum letzten Abendmahl im Burgerking am Leidseplein ein und werden Teil des Abfalls, in dem sie sich suhlen, vollfressen um sich anschließend ihres Unrates an selber Stelle zu entledigen. Hier endet der glitzernde Traum holländischer Monarchie. Hier erstickt der homo nederlandensis seinen monarchischen Stolz in einem Haufen fettigen Fastfoods und spült ihn anschließend mit dem letzten Rest seines warmen Heineken hinunter. Wie mich 3 Einheimische an diesem Abend lehrten:
Dit is fuckin’ niet normaal!










